mySea-Team

Revierbericht Kroatien

Revierbericht Kroatien des mySea-Nutzers Dr. Peter Dolensky

(Teil 1 / 3)

 

Vom 18.06. bis zum 27.06. 2016 haben meine Frau und ich eine Urlaubsreise nach Kroatien (Dalmatien) unternommen. Es war unsere erste Reise nach Kroatien.

Wir haben die Reise kombiniert als siebentägigen Segeltörn mit anschließender dreitägiger Besichtigung der Küste südlich und nördlich von Split mit einem Mietwagen.

Von Zürich flogen wir mit Edelweiß-Air nach Marina Kastela, wo wir das Boot übernommen haben. Der Segeltörn führte uns über Vrboska (Insel Hvar) in die Inselwelt der Paklinski Otoci nach Vis (Insel Vis), Maslinica (Insel Solta) und wieder zurück in den Ausgangshafen Marina Kastela.

Die Marina Kastela haben wir ausgewählt, weil sie sehr nahe am Flughafen Split liegt und somit die Anreisedauer durch einen kurzen Transfer reduziert wird.

Nach Rückgabe der Yacht am Samstagmorgen um 08:00 Uhr, besorgten wir uns gegen 10:00 Uhr am Flughafen Split einen Mietwagen und sind am ersten Tag nach Süden bis an die Makarska Riviera gefahren. Am zweiten Tag haben wir die Altstadt von Split besichtigt und am dritten und letzten Tag die Orte Primosten und Trogir. Spätnachmittags am Montag haben wir den Leihwagen abgegeben und sind abends um 20:10 Uhr nach Zürich zurückgeflogen.

 

Als Planungs- und Reiseunterlagen dienten uns  www.my-sea.com, tripadvisor, portmaps, „Das nautische Kroatien“, Marco Polo „Kroatische Küste – Dalmatien“ und Kroatien 888 Häfen und Buchten von Karl-H. Beständig.

 

Samstag 18.06.2016

Anreise- und Übernahmetag

 

Abfahrt 08:29 Uhr

Meggen – Zürich Flughafen

Ankunft 10:04 Uhr

Abflug Zürich mit Swiss (Edelweiß Air) 11:40 Uhr – 10 Minuten verspätet – nach Split (Kroatien) – Ankunft Split bei schönstem Wetter und 28 Grad um 13:05 Uhr dank eines kräftigen Rückenwindes

Transfer durch connectotrans (vor Reiseantritt über Internet gebucht – empfehlenswert) zur Marina Kastela.

Ankunft in der Marina gegen 13:45 Uhr

 

Gesamttransferzeit: 5:16 Stunden

 

Erster Eindruck von Kroatien

-        freundliche Menschen – saubere Umgebung – sehr guter, schneller Service.

-        Preisniveau nicht wesentlich unter dem Niveau in Deutschland!

 

Marina Kastela

-       Sehr groß
-       Aufgeräumt
-       Gepflegt
-       Saubere Sanitäranlagen
-       Sehr viel Betrieb an diesem Übergabe-Samstag und daher bisweilen hektisch

 

Marina Kastela aus der Luft

Die Marina Kastela beiSplit

 

 Candor Charter – unser Vercharterer – sehr empfehlenswert

-       Kleines Büro mit kleiner Crew
-       Sehr freundlicher, schneller und kompetenter Service
-       Alle Sonderwünsche, die wir vorher bestellt hatten – ein Handfunksprechgerät, einen Zusatzfender und eine extralange Leine, eine Prepaid-Karte Kroatien wurden ohne Zusatzberechnung erfüllt.
-       Schiffsübergabe 16:00 Uhr bis 17:00 Uhr – alles wird ausführlich erklärt und gezeigt, die Segel werden hochgezogen.

 

Unser Boot – die CICA

Eine Sun Odyssee 349 (Baujahr 2016, sehr schönes Schiff für 2-4 Personen) wird uns perfekt gereinigt mit bereits überzogenen Betten und allem bestelltem Zubehör (Starterpaket – empfehlenswert) übergeben.

Candor Charter Yacht

Die Segelyacht Cica von Candor Charter

Nach der Übergabe räumen wir das Boot ein und gehen einkaufen. Im Gelände der Marina gibt es einen kleinen, aber gut sortierten Laden – nicht ganz billig, aber eben leicht zu erreichen. Hier decken wir uns mit Wasser und den schweren Vorräten ein.

Es gibt Transportkarren, die man bis zum Boot benutzen kann.

Gesamtbewertung – sehr empfehlenswert

 

Etwa 500 Meter östlich von der Marina entfernt befinden sich an der Hauptstraße nebeneinander ein Konzum- und ein LIDL-Markt. Beide Geschäfte bieten alles zu deutlich moderateren Preisen. Hier kaufen wir den weiteren Proviant ein – das stellt sich aber als unnötig heraus.

Empfehlenswert ist es, Obst, Gemüse, Milch, Käse, frisches Brot und andere leicht verderbliche Nahrungsmittel auf den Inseln selbst zu kaufen. Man unterstützt die lokalen Erzeuger und die dort angebotenen Produkte sind dann frischer. In den meisten Hafenbereichen wird alles von morgens um 06:00 Uhr angeboten und man kann sich deshalb bei der ersten Proviantaufnahme auf alle haltbareren Produkte und die Getränke beschränken.

Am Samstagabend essen wir in einem Restaurant unweit der Marina, weil das Lokal in der Marina wegen der Feier einer Hochzeitsgesellschaft geschlossen war. Das Essen und der Service dort sind gut.

Obwohl unser Boot weit vom Marina-Restaurant entfernt ist, werden wir von den musikalischen Veranstaltungen der Hochzeitsgesellschaft bis gegen 03:00 Uhr beschallt und schlafen sehr schlecht.

Empfehlung

Wenn bereits am Samstag ausgelaufen werden soll, dann macht es Sinn, wenn ein Teil der Crew die Einkäufe erledigt, während der Skipper die Boots-Übernahme erledigt. Es gibt in Reichweite von 3-4 Stunden ausreichend Häfen und sichere Ankerbuchten, die man noch bei Tageslicht erreichen kann.

 

 

Sonntag, 19.06.2016 – Törn Tag 1

Marina Kastela – Vrboska

Die Route

 

Route Tag 1

 

Wie geplant laufen wir morgens um 06:00 Uhr aus der Marina aus. Es ist heute komplett bewölkt und wir bekommen gelegentlich etwas Regen ab, der aber durch Sprayhood und Bimini fast komplett abgefangen wird.

Noch in der Bucht treffen wir auf eine kleine Delphinschule. Wir laufen aus der Bucht unter Motor aus und setzen querab an der Ostspitze der Insel Ciovo die Segel. Wir halten uns nördlich der stark befahrenen Fährrouten zu den Inseln Brac, Hvar, Vis und Solta.

Anfangs weht ein Wind mit 3-4 Bft. aus östlicher Richtung bei Wellen von 0,5 m und wir können auf Süd Kurs in einem Leg mit 4-5 Knoten über Grund direkt auf unseren Wegpunkt östlich von Stomorska (Insel Solta) segeln. Als wir ihn erreichen, wechselt der Wind die Richtung und flaut ab.

Da wir heute ein langes Leg bis Vrboska auf der Insel Hvar fahren möchten, starten wir den Motor und überbrücken die für uns nicht passenden Windverhältnisse.

 

Nachdem wir die Meeresenge zwischen Solta im Westen und Brac im Osten hinter uns gelassen haben, nehmen wir Kurs parallel der Südküste Brac und fahren teils unter Segeln, teils mit Motorunterstützung die Straße zwischen Brac und Hvar hindurch. Die Südküste von Brac ist besiedelter, abwechslungsreicher, grüner als die Nordküste von Hvar und bietet einige schöne Ankerbuchten an denen sich Konobas (Restaurants) befinden.

Wir fahren vorbei an kleinen Siedlungen mit gepflegten Häusern und Feldern, auf denen Gemüse, Obst und Wein angebaut werden.

 

Die Südküste der Insel Brac

Die Südküste der Insel Brac

 

Hvar in diesem Abschnitt dagegen ist unbewohnt, wenig grün und es gibt keine Buchten.

Gegen 13:50 Uhr erreichen wir die kleine Insel Zecevo vor Vroboska und weil das Wetter mittlerweile komplett aufgeklart hat, beschließen wir, dort in etwa 15 Meter Tiefe auf Sandboden vor Anker zu gehen und zu schwimmen. Wir sind allein, das Wasser ist so klar, dass wir bis zum Boden sehen können. Ein Schwarm bunter Fische begleitet uns.

 

Ankerplatz Insel Zecevo

Ankerplatz Insel Zecevo

 

Nach einer Stunde lichten wir den Anker und fahren in die Bucht von Vrboska. Die Bucht zieht sich in einigen Windungen über etwa 1,5 Seemeilen wie ein kleiner Fjord dahin.

An der Einfahrt der Bucht nähert sich ein Kroate mit seinem Schlauchboot und fragt uns, ob wir statt in der ACI-Marina im Stadthafen Vrboska anlegen möchten. Da wir das ohnehin vorhatten, folgen wir ihm und legen gegen 15:20 Uhr römisch-katholisch mit Muringleinen an. Wir sind mitten im wunderschönen Ort direkt vor den Restaurants und Cafés.

Detaillierte Beschreibungen in „Das nautische Kroatien“ und Marco Polo „Kroatische Küste – Dalmatien“.

 

Einfahrt in den Hafen Vrboska

Einfahrt in den Hafen Vrboska

 

Direkt an unserem Liegeplatz gibt es ein Café. Dort gönnen wir uns einen Espresso mit einer sehr leckeren Auswahl an kleinen, landestypischen Kuchen und bummeln anschließend durch den kleinen Ort mit seinen drei Brücken, der als Klein-Venedig beschrieben wird.

Teil 2 in Kürze.

Text und Bilder von
Dr. Peter Dolensky
peterdolensky@t-online.de

Konoba Opat – Kornati

Der Nationalpark der Kornaten zählt bei Seglern und Motorbootfahrern zu den beliebtesten Regionen der kroatischen Adria. Unzählige karge Inseln und Felsen liegen von Nordwest nach Südost verstreut im glasklaren Wasser. Ein Paradies für Wassersportler. Und wie der Wind zum Segeln gehört, gehört auch ein reichhaltiges kulinarisches Angebot zu den Kornaten. Jeder Kornatenkenner hat seine Lieblingskonoba. Fragt man einheimische wo sie denn besonders gerne hingehen, hört man immer wieder den Namen Opat. Opat ist nicht nur die südlichste Bucht der Insel Kornat, sondern auch der Name des gleichnamigen Restaurants Opat. Es gehört dem eher hochpreisigen Segment an und eine Reservierung ist in der Hochsaison dringend erforderlich, da die Konoba Opat mit zu den beliebtesten Konobas in den Kornaten zählt.

Restaurant Opat

Die Konoba Opat auf der Insel Kornat

esDie ganze Anlage ist sehr gepflegt und der Umgebung angepasst. Ante (Dupin) und sein Team haben neben dem Restaurant auch eine chillige Bar direkt am Ufer erbaut in der man bei einem leckeren Sundowner die Wartezeit bis zum Abendessen entspannt verbringen kann. Oder man genießt am Morgen einen leckeren Kaffee. 2015 hat Ante den Felsen sogar einen kleinen Sandstrand abgetrotzt.

Aerial picture of Restaurant Konoba Opat

Restaurant Konoba Opat

Zu den Spezialitäten des Opats zählen unter anderem Petersfischcarpaccio mit Trüffeln, Tartar vom Thunfisch, Muscheln und Lobster mit Spaghetti. Auch die reichhaltigen Vorspeisen sollte man unbedingt probieren. Eine Auswahl an guten Weinen und eine Cocktailbar runden das Angebot ab. Gäste machen am hauseigenen Steg mit Strom- und Wasseranschluss (beides nur begrenzt verfügbar) fest. Sanitäranlagen sind ebenfalls vorhanden.

Sicherlich kann man über die Preise diskutieren und wenn  man nicht aufpasst, ist man auch mal schnell 50 Euro und mehr pro Person los. Man muss allerdings bedenken, dass der Aufwand für sämtliche Einrichtungen, Strom, Wasser, Besorgungen u.s.w. in dieser kargen Einöde schon sehr aufwendig sind. Das Essen ist jedoch meist sehr gut und so hat sich das Opat einen besonderen Platz unter den Kornaten Konobas erarbeitet.

Hier ein schönes Youtube Video der Konoba Opat:

Da es auch in der Vor- und Nachsaison recht voll ist, empfehlen wir einen Liegeplatz vorab zu buchen. Das geht mit mySea-Liegeplatzbuchungen sehr einfach und kostet Euch keinen Cent extra. Viel Spaß und guten Appetit.

Rhodos Marinas

Die Arbeiten zur neuen Rhodos Marina wurden vor vielen Jahren begonnen und verfielen dann in einen Dornröschenschlaf. Auf Grund von Problemen mit den Behörden stoppten sämtliche Arbeiten und das Gelände lag viele Jahre brach. Insider aus Rhodos gingen sogar davon aus, dass die Marina wohl nie über das Stadium einer Bauruine hinauskommt. Und in der Tat passierte über viele Jahre einfach nichts. Einziger Yachthafen war die Mandraki Marina.

Die neue Marina Rhodos

Die neue Rhodos Marina

Im Sommer 2015 berichteten mySea-User ganz unerwartet von der Inbetriebnahme der Marina. Und da die Neueröffnung einer Marina in Griechenland ein eher seltenes Ereignis ist, hat sich mySea in den Flieger nach Rhodos gesetzt, um vor Ort Informationen aus erster Hand zu bekommen. Dort waren wir mit Christoforos Charisis, dem Manager der Rhodes Marinas, verabredet.
Gleich mal vorweg: In der Tat hat die Marina Ihren Betrieb aufgenommen, fertig ist sich jedoch noch lange nicht. Innerhalb des Marina-Geländes wird noch kräftig gebaut. Viele Gebäude sind noch im Rohbau, andere schon bezugsfertig. Bis auf eine Yacht Agency sind jedoch alle Räumlichkeiten noch leer. Eine Bar, ein Café oder ein Restaurant gibt es noch nicht. Jedoch muss man nur über die vielbefahrene Straße gehen, um dort verschiedene Restaurants, eine Bäckerei und zwei Supermärkte zu finden.

Die Rezeption der Rhodos Marina

Die Rezeption der Rhodos Marina

Christoforos Charisis versichert jedoch, dass viele der Räumlichkeiten in den Neubauten entweder schon vermietet sind oder kurz vor der Vermietung stehen. Laut seiner Aussage werden sich ein exklusives Restaurant, eine Kaffeekette, verschiedene Bekleidungsgeschäfte, ein Fitnessstudio mit Wellnessbereich, ein Yachtausrüster, Serviceagenturen sowie ein Vermieter von Fahrzeugen und Rollern ansiedeln.

Die neue Marina Rhodos

Die neue Marina Rhodos aus Nord gesehen.

Die Sanitäreinrichtungen und der Raum für Waschmaschinen und Trockner sind hingegen fertig gestellt. Das Ambiente ist erwartungsgemäß modern und zweckmäßig.
80% der Liegeplätze sind bereits mit Muringleinen ausgestattet, die fehlenden 20% sollen im Winter folgen. Wasser, Strom, Internet, TV-Anschlüsse sind auch schon verfügbar. In der Marina Rhodos ist kostenloses Wi-Fi (1 Mb/Sek.) Standard. Highspeed-Verbindungen sind gegen Aufpreis erhältlich. Auch kabelgebundene LAN-Verbindungen sind verfügbar. Die Anschlüsse mit den typischen RJ-45 Steckern sind in den Stromstellen integriert.

Marina Rhodos

Neue Marina Rhodos

Die Marina bietet Platz für bis zu 380 Yachten. 10% der Liegeplätze sollen Charterfirmen zur Verfügung stehen. Am Wellenbrecher finden Yachten bis zu 60 Meter Länge Platz. Dort sind auch schon Überwachungskameras installiert. Die anderen Liegeplätze werden ebenfalls mit einer Kameraüberwachung nachgerüstet. So haben Yachteigner die Möglichkeit, Ihre Yacht auch über den Winter im Auge zu behalten. Die gesamte Marina ist eingezäunt und wird von Sicherheitspersonal kontrolliert.
Die neue Marina Rhodos liegt ca. 2,5 km von der Altstadt entfernt, Rhodos Stadt liegt in ca. 4 km Entfernung. Ein Taxi in die Stadt kostet ca. 7 Euro pro Strecke.
Die Tankstelle, die sich an der nördlichen Mole befindet, ist zwar fertig, jedoch fehlt Ihr noch die Betriebsgenehmigung. Geplant ist die Inbetriebnahme für die Saison 2016. Solange greift man auf die in Griechenland sonst auch üblichen Tankwagen zurück.

Rhodos Marinas

Rhodos Marinas

Gegenwärtig gibt es noch kein Kran in der Marina. Das Gebiet der Trockenliegeplätze für ca. 220 Yachten soll bis 2017 fertig gestellt werden. Bis dahin soll es auch einen leistungsfähigen Kran geben.
Die bereits fertiggestellte Ausstattung sowie die geplante Ansiedlung von exklusiven Geschäften und Restaurants zeigt die Richtung, in die es gehen soll: Die Rhodos Marinas soll ein Resort für Super- und Megayachten werden. Bisher ist die Dichte von Super- oder Megayachten im Bereich der Dodekanes noch vergleichsweise gering. Geht man rüber in die Türkei, sieht die Sache schon ganz anders aus. Hier sind viele exklusive Marinas wie z.B. die Palmarina in Yalikavak oder die Clubmarina in Göcek entstanden. Ob die Strategie der Rhodes Marinas aufgehen wird und die betuchte Kundschaft hier festmacht, wird sich zeigen.

Die Inseln Paxos und Antipaxos

(Teil 1)

Fragt man Kenner des Ionischen Meeres nach Ihren Lieblingszielen, so gehören Paxos und Antipaxos eigentlich immer dazu. Zwischen Korfu und Lefkas gelegen, sind die Inseln ein Idyll für Naturliebhaber. Das Grün der Olivenbäume, Zypressen und Kiefern steht im starken Kontrast zu den Türkistönen des kristallklaren Meeres.  Die Insel liegt gegenüber dem Ort Parga am Festland, ist ca. 10 km lang und 2 km breit. Noch immer werden auf Paxos Olivenbäume kultiviert aus denen ein intensives, schmackhaftes Öl kaltgepresst wird. Heute ist jedoch der Tourismus die hauptsächliche Einnahmequelle der Inselbevölkerung. Und dazu zählen natürlich auch Yachten, die insbesondere in den Sommermonaten die Inseln zu Hunderten anlaufen.Paxos hat keinen Flughafen und kann deshalb nur mit der Fähre oder dem eigenen Boot erreicht werden.

 

Hafen Gaios

Hafen Gaios auf der Insel Paxos

Obwohl die Inseln vom großen Massentourismus noch weitestgehend verschont geblieben sind, zieht es in den Sommermonaten ganze Heerscharen von Boots- und Landtouristen auf die Inseln. Dennoch hat Paxos viel von seinem ursprünglichen Charme und Charakter behalten. Hier ist es weniger hektisch als auf Korfu oder Lefkas, das Verhältnis zu den Bewohnern wirkt persönlicher. Auf Paxos ist der Tourismus ist etwas exklusiver, das Preisniveau ist etwas gehobener als auf anderen griechischen Inseln. Das zeigt sich auch in den Liegeplatzgebühren des Hafens Gaios. Während in den meisten Häfen Griechenlands nur sehr wenig oder gar kein Liegegeld kassiert wird, verlangt man in Gaios für eine 14-Meter Yacht 23 Euro. Strom und Wasser extra. Das ist für griechische Verhältnisse schon recht viel.

Die Westküste der Insel Paxos ist steiler und rauer als der Osten. Hier gibt es bei ruhiger Wetterlage auch einige interessante Höhlen zwischen den steil ins Meer abfallenden Klippen zu entdecken. Der Küste vorgelagert sind vom Meer und dem Wind bizarr geformte Monoliten. Die Ostküste ist vergleichsweise flacher und hat viele kleine Strände, die flach ins blaue Meer abfallen. Hier gibt es auch eine Reihe gut geschützter Buchten bzw. Häfen.

Yachten finden auf der Insel Paxos von Nord nach Süd folgende Liegeplätze:

 

Lakka Bucht:

Die Lakka Bucht im Nordosten der Insel Paxos ist von schattenspendenden Oliven und Pinienbäumen umsäumt. Das Wasser ist türkisfarben und glasklar. Dieser malerische Ort ist in der Saison häufig überlaufen, ist aber dennoch ein sehr reizvolles Ziel.
In der Bucht sind zwei kleine Badestrände (Sand und Kies), die nicht nur von Kindern gerne aufgesucht werden. Lakka ist der zweitgrößte Ort auf Paxos und im Sommer sehr quirlig, denn dann sind neben den Yachties auch viele Landurlauber unterwegs. Es gibt eine breit gefächerte Auswahl an Bars, Tavernen sowie drei Supermärkte, zwei Bäckereien und ein Bankautomat.

Liegemöglichkeiten in der Lakka Bucht:

Die meisten Yachten ankern frei in der Bucht. Der Ankergrund ist Sand mit diversen Seegrasflecken. Die Tiefe in der Bucht liegt zwischen 2 und 3,5 Metern. In der Einfahrt kann man auf 5-7 Metern auch noch gut ankern. Zum Uferbereich hin wird es flacher.

Bicht von Lakka

Die Bucht von lakka

Einige Yachten können auch an der Mole anlegen. Im südöstlichen Bereich sind am Kai neue Muringringe einbetoniert. Hier können Yachten auch mit Buganker und Heckleinen anlegen. Jedoch ist es am Kai recht seicht und man braucht einen Mindestabstand von ca. 2 Meter zum Kai. Wenn man nicht genau weiß wo man anlegt, sollte man den Platz vorher ausloten und ggf. mit dem Bug voraus anlegen.

Mole in der Lakka Bucht, Gaios

Mole in der Lakka Bucht, Gaios

Auf der Ostseite ragt eine aufgeschüttete Mole in die Bucht hinein. Wenn man Richtung Süd den Anker fallen lässt, kann man rückwärts an der Mole festmachen. Es gibt zwar keine Muringringe, aber ein Palsteg um die Felsen tut es auch. Hier findet man auch besseren Schutz vor Schwell.

Steinmole in der Lakka Bucht, Gaios

Steinmole in der Lakka Bucht, Gaios

Westlich des kleinen Anlegers für Ausflaugsschiffe, können einige Yachten mit einem Tiefgang von max. 1.4 – 1.9 Metern ebenfalls mit Buganker und Heckleinen festmachen.

Anlegemole in der Lakka Bucht, Gaios

Anlegemole in der Lakka Bucht, Gaios

Manche Yachten machen auch auf der Westseite der Bucht mit Landleinen fest. Hier muss man aber gut auf die Tiefe aufpassen.

Teil 2 folgt in Kürze…

Porto Rosso auf Lastovo

Die Marina ähnliche Steganlage Porto Rosso liegt in der Bucht Skrivena Luka auf Lastovo, was übersetzt „versteckte Bucht“ bedeutet. Und in der Tat ist die Einfahrt in den Naturhafen vom Meer aus kaum zu erkennen, wenn nicht ein Leuchtturm den Weg auch bei Dunkelheit weisen würde. Die Bucht bietet guten Schutz vor allen Winden und Schwell, lediglich bei Südwestwinden steht etwas Schwell in die Bucht und die Bora verursacht Fallböen von den umliegenden Hügeln. Dennoch ist die Bucht der wohl sicherste Liegeplatz auf ganz Lastovo.

Porto Rosso in der Bucht Skrivena Luka auf Lastovo

Blick auf Steg und Restaurant Porto Rosso

Die große Steganlage liegt auf der Westseite der Bucht und bietet Platz für ca. 30 Yachten mit einer Länge von bis zu 40 m. Alle Liegeplätze verfügen über Strom und Wasser, was in den günstigen Liegeplatzpreisen inklusive ist. Die Tiefe beträgt Richtung Ufer ca. 2 Meter, draußen sogar 10 Meter. Hinter dem Haus steht für alle Steggäste eine gepflegte Sanitäranlage mit sauberen Toiletten und Duschen zur Verfügung. Eine kleine Wäscherei bietet Ihren Service an. Auch kleinere Servicearbeiten können ausgeführt werden. Winterliegeplätze stehen ebenfalls zur Verfügung.

Die Steganlage gehört zum gleichnamigen Restaurant Porto Rosso. Marčelino Simić und sein Team haben das einstige Fischerhaus in ein modernes und liebevoll gepflegtes Restaurant umgebaut. Das Gebäude aus Naturstein liegt eingebettet zwischen Hang und Meer, umgeben von grünen Pinien, die angenehmen Schatten über der Terrasse spenden. Hinter dem Haus ist ein kleiner Garten, in dem biologisch angebautes Gemüse wächst. Der Duft von frischen Tomaten und Kräutern ist sehr appetitanregend. Ein kleiner Kieselstrand mit Liegen und herrlich klarem Wasser ist bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen bedient. Wer vor oder nach dem Abendessen noch einen Drink in gemütlicher Atmosphäre genießen möchte, kann dies in der eigenen Cocktailbar tun.

Die Küche des Porto Rosso Restaurant bietet auch für Feinschmecker diverse Köstlichkeiten: Fisch-Carpaccio vom Seeteufel in feiner Kräutersauce, Langusten oder Lobster, Ziegenkäse mit Wildspargelsalat und dazu hausgemachtes Brot und vieles mehr. Die Speisen werden von ausgesuchten Weinen begleitet, die größtenteils ebenfalls ökologisch angebaut und gekeltert werden. Die meisten Zutaten stammen von Lastovo und werden ökologisch angebaut. Das umliegende Meer ist sauber, fisch-  und artenreich.

Einen interessanten Einblick gibt Euch unser Video über Porto Rosso.

 

Lastovo liegt abseits der meisten Charterrouten und ist auch touristisch weniger erschlossen als viele andere Inseln. Auf Grund der strategischen Lage war Lastovo bis 1989 Militärinsel und für Ausländer der Zutritt strengstens untersagt. 2005 wurde die grüne Insel zum Naturpark erklärt. Die etwas mehr als 800 Einwohner leben Größtenteils von der Landwirtschaft und vom Fischfang. In den letzten Jahren spielt der (Wassersport-) Tourismus aber auch eine zunehmend größere Rolle.

Wer den weiten Weg nach Lastovo auf sich nimmt, sollte im Vorfeld einen Liegeplatz reservieren. Das geht mit mySea ganz einfach und man bezahlt keinen Kuna mehr als vor Ort. Die genauen Preise für die Liegeplätze in Porto Rosso findet Ihr hier.

Weitere Informationen gibt es auf www.my-sea.com